, Markus Widler
Kontrolle der Nistkästen
Nebst einer Vielzahl von Nistkästen in Feld und Wald für kleinere Vogelarten, insbesondere für Höhlenbrüter wie die verschiedenen Meisen-Arten, betreut der Natur- und Vogelschutzverein Gelterkinden auch eine Anzahl von Nistkästen für unsere heimischen Käuze und Falken, aber auch für Mauersegler und Schwalben.
Einmal im Jahr gilt es, diese zu kontrollieren, zu reinigen, auf allfällige Schäden zu prüfen und so die Kästen wieder für die nächsten Bruten bereit zu machen.
An einem kalten, aber schönen Wintertag im Januar machte sich eine Vierergruppe der NVVG-Nistkastenbetreuer auf den Weg, bestens ausgerüstet mit langer Leiter und geländegängigem Fahrzeug, um die Kästen für die Käuze und Falken unter die Lupe zu nehmen. Leider waren wir diesmal etwas spät dran, steht die Balz- und Brutzeit der Käuze doch unmittelbar bevor.
Das Highlight des Tages war uns dann schon bei der zweiten Station beschert. Ein Waldkauz war sprichwörtlich „not amused“, dass wir uns an seiner Behausung zu schaffen machten. Beim Anstellen der Leiter zog er es vor, sich zu entfernen und schwebte majestätisch durch den Wald davon. Ein schönes und eindrückliches Erlebnis, das uns auf weitere Begegnungen im Laufe des Tages hoffen liess. Es sollte nicht so kommen.
Leider wurde unsere Freude kurz darauf dann doch etwas getrübt. Beim Manövrieren in engen Verhältnissen auf schnee- und eisbedecktem Waldweg hatte sich unser Landrover dermassen verhakt, dass es erstmal weder vor noch zurück ging.
Mit vereinter Muskelkraft, Ideenreichtum und dank der guten Ausrüstung auf dem Fahrzeug haben wir dann auch diese Situation gemeistert. In mehreren Anläufen haben wir den „Ländi“ wieder flott bekommen und konnten unsere Tour fortsetzen. Zum Glück blieben wir alle und auch der „Ländi“ dabei unbeschadet.
Ein weiteres Highlight im wahrsten Sinne des Wortes ist dann immer auch die Kontrolle des Falken-Kastens bei der Landi in Gelterkinden. Ist dieser doch zuoberst auf dem Landi-Turm montiert, und wir geniessen jedes Mal die tolle Aussicht auf dem höchsten Gebäude von Gelterkinden.
Der Rest der Tour verlief dann planmässig, und am Ende des Tages durften wir auf dem Homberg noch einen wunderbaren Winter-Sonnenuntergang geniessen.
Insgesamt haben wir 12 Kauzen- und 5 Falken-Kästen kontrolliert. Leider gab es, wie schon im letzten Jahr, keine Kauzen-Bruten, dafür aber 3 Falken-Bruten.
Unsere Begegnung mit dem Waldkauz lässt uns aber hoffen, dass wir bei der nächsten Kontrolle im Herbst dann auch die eine oder andere Kauzen-Brut verzeichnen können.